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Notruf: 112
Bereitschaftsdienst: 116 117

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Ortenau Klinikum „Erste-Hilfe“-Infos

Notfallnummern im Überblick

Rettungsdienst: 
112 

Giftnotruf: (Vergiftungs-Informations-Zentrale Universitätsklinikum Freiburg)
0761 19240 

Allgemeinärztlicher Dienst: 
116 117 

Kinderärztlicher Dienst: 
01806 078111

Augenärztlicher Dienst: 
01806 07810

Zahnärztlicher Notdienst
01803 222 555 11

Krankentransport
0781 19222

Behandlung von Notfall-Patienten am Ortenau Klinikum Achern-Oberkirch

  • 07841 700-0

 

Behandlung von Notfall-Patienten am Ortenau Klinikum Wolfach

  • Notfallambulanz: 07834 970-0 

Behandlung von Notfall-Patienten am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl

  • Zentrale Notaufnahme (ZNA) Offenburg Ebertplatz:
    0781 472-6600 
  • Kindernotfallambulanz Offenburg Ebertplatz:
    0781 472-0 
  • Schwangere bis SSW 22+6
    0781 472-6600 
  • Schwangere ab SSW 23+0
    0781 472-3521 
  • Dialyse- und Shuntpatienten:
    0781 31082 
  • Notaufnahme Kehl:
    07851 873-6680

Was ist in welchem (Not-)Fall zu tun?

Woran erkenne ich eine allergische Reaktion?

Schwellungen, Hautrötungen, Juckreiz, tränende Augen und eine laufende Nase sind Symptome für eine Allergie. Diese Symptome sind in der Regel nicht bedrohlich. Gefährlich kann es jedoch werden, wenn die Symptome sich in kurzer Zeit deutlich verschlimmern. In der Folge kann der Blutdruck stark abfallen und in Folge dessen Organe nicht mehr richtig versorgt werden. Allgemein lassen sich allergische Reaktionen in vier Schweregrade unterteilen, die hier aufgeführt sind:

 

Leichte ReaktionAusgeprägte ReaktionBedrohliche ReaktionOrganversagen
RötungenLeichter BlutdruckabfallSchockKreislaufstillstand
SchleimhautreaktionenAtemnotAnschwellen der Atemwege
UnruheStuhl- und UrindrangAtemnot
ÜbelkeitDeutlicher Blutdruckabfall
KopfschmerzenBewusstseinstrübung

 

Was kann ich tun?
Wichtig ist, bei bedrohlichen Reaktionen umgehend den Notruf zu verständigen und keine Zeit verstreichen zu lassen! Ist eine Insektengiftallergie bekannt, alarmieren Sie nach einem Stich sofort den Rettungsdienst, auch wenn noch keine Symptome aufgetreten sind.

 

Auslöser entfernen!Ruhe!Atmen!Eis!
  • Was hat die Allergie ausgelöst? Versuchen Sie, den Auslöser zu entfernen, sofern dieser erreichbar ist.
  • Versuchen Sie, den Betroffenen zu beruhigen.
  • Bewahren Sie selbst die Ruhe.
  • Prüfen Sie, ob der Betroffene atmen kann.
  • Animieren Sie den Betroffenen, tief und regelmäßig ein- und auszuatmen.
  • Kühlen Sie die Schwellung.
  • Betrifft diese Mund- und Rachenraum, geben Sie dem Betroffenen Eiswürfel oder Speiseeis zum Lutschen.

Woran erkenne ich eine Atemnot?

  • Erkennen Sie folgende Symptome, ist schnelles Handeln wichtig:
  • Übermäßig schnelle Atmung
  • Blasse und/ oder bläuliche oder gräuliche Haut
  • Pfeifende, rasselnde oder keuchende Geräusche beim Atmen
  • Husten
  • Auffälliges Abstützen des Oberkörpers auf Tischen, Schränken o.Ä. um Atemhilfsmuskulatur zu aktivieren
  • Kalter Schweiß
  • Panik

 

Was kann ich tun?
Wenn der Betroffene bei Bewusstsein ist, sollten Sie folgendermaßen reagieren:

 

Ruhe!Haltung!Luft!Aufmerksamkeit!
  • Versuchen Sie, den Betroffenen zu beruhigen.
  • Bewahren Sie selbst die Ruhe.

 

  • Der Betroffene sollte möglichst sitzen, bzw. den Oberkörper hochlagern.
  • Abgestützte Arme erleichtern das Atmen.
  • Öffnen Sie beengende Kleidungsstücke.
  • Öffnen Sie Fenster, Türen o.A. und sorgen damit für Frischluftzufuhr.
  • Beobachten Sie den Zustand des Betroffenen.
  • Bemerken Sie einen Fremdkörper, der die Atmung behindert? Versuchen Sie, ihn vorsichtig zu entfernen.

 

Ist der Patient NICHT bei Bewusstsein

Bringen Sie Ihn in die stabile Seitenlage und rufen Sie unbedingt den Rettungsdienst!
Vorsicht: Wenn der Betroffene nicht mehr atmet, beginnen Sie die Beatmung und Herzdruckmassage!

Woran erkenne ich eine Bewusstlosigkeit?
Die betroffene Person hat jegliche Orientierung verloren und reagiert nicht, weder auf Berührung, noch auf Ansprache? Das sind klassische Symptome einer Bewusstlosigkeit. Diese kann wiederum ein Anzeichen für verschiedene medizinische Notlagen sein, sodass immer ärztliche Hilfe gesucht werden sollte!

 

Was kann ich tun?
Die wichtigste Maßnahme, die Sie sofort durchführen sollten, ist ein Notfallcheck:

  1. Kontrollieren Sie das Bewusstsein!
    Sprechen Sie den Betroffenen laut an, fragen Sie ihn etwas. Berühren Sie die betroffene Person, etwa durch sanftes Rütteln an der Schulter. Bleiben beide Kontaktvarianten ohne Reaktion, ist der Betroffene bewusstlos und benötigt Hilfe. 

 

Bis der Rettungsdienst eintrifft, müssen Sie unbedingt Erste Hilfe leisten! Diese besteht aus folgenden Schritten:

Überstrecken Sie den Kopf des/ der Bewusstlosen. Sehen Sie, ob sich der Brustkorb hebt und senkt? Hören Sie Atemgeräusche? Fühlen Sie Atem an ihrer Haut, wenn Sie sich über den Betroffenen beugen?

Falls Ja: Bringen Sie den/ die Bewusstlose in die stabile Seitenlage

Falls Nein: Beginnen Sie umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Woran erkenne ich einen Krampfanfall?

Oft geht ein Krampfanfall mit diesen Symptomen einher:

  • Häufig: Schrei zu Beginn des Anfalls
  • Bewusstlosigkeit
  • Aus der Bewusstlosigkeit folgender Sturz
  • Muskuläre Verkrampfungen am ganzen Körper
  • Zuckungen der Gliedmaßen
  • Unter Umständen: Speichelfluss aus dem Mund
  • Unter Umständen: Blutfluss aus dem Mund (bedingt durch Bisse in Wange oder Zunge, die während des Krampfs vorkommen können)

In der Regel dauert ein solcher Anfall nur um die zwei Minuten, nach denen der Betroffene eigenständig zu sich kommt, aber zunächst orientierungslos, schlapp und verwirrt ist.

Seltener dauert ein Anfall länger. Die Gefahr für Folgeschäden bedingt durch Verletzungen während des Krampfs oder Sauerstoffmangel ist dann ungleich höher.

 

Was kann ich tun?

Während des Anfalls: 

  1. Bewahren Sie die Ruhe!
  2. Schützen Sie die krampfende Person!
    ⇒ Entfernen Sie Gegenstände, an denen sich der Betroffene stoßen könnte. Falls ein Entfernen nicht möglich ist, polstern Sie Ecken und Kanten ab. 
  3. Wählen Sie den Notruf!
  4. Lassen Sie die krampfende Person nicht alleine und warten Sie mit ihr ab, bis der Anfall abgeklungen und der Rettungsdienst vor Ort ist.

Daneben sollten Sie einige Dinge auf keinen Fall tun: Versuchen Sie nicht, die krampfende Person festzuhalten oder ihr zum Schutz vor Bissen etwas in den Mund zu stecken. 

 

Nach dem Anfall:

Wenn der Betroffene bei Bewusstsein ist:

  1. Beruhigen Sie die betroffene Person!
  2. Schirmen Sie den Betroffenen von Reizen wie lauten Geräuschen, Licht, o.Ä. ab.
  3. Fragen Sie den Betroffenen nach seinen Bedürfnissen und kommen Sie diesen nach.

Wenn der Betroffene nicht bei Bewusstsein ist, aber atmet:

  1. Bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage.
  2. Öffnen Sie fürs Atmen hinderliche Kleidungsstücke.
  3. Kontrollieren Sie die Atmung bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.

Wenn der Betroffene nicht bei Bewusstsein ist und nicht atmet:

  1. Beginnen Sie umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen und führen Sie diese durch, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.

Woran erkenne ich stark blutende Wunden, die ärztlich versorgt werden müssen?

Der große Blutverlust bei stark blutenden Wunden kann zu einem Schock führen. Ein solcher Schock muss zwingend ärztlich behandelt werden, da er sonst lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann. Bei einem Schock verengt der Körper automatisch kleinere Arterien und Venen, um den Blutverlust zu kompensieren und den Blutdruck aufrecht zu erhalten. So wird die Versorgung lebenswichtiger Organe zwar gewährleistet, mit zunehmendem Blutverlust werden jedoch auch diese nach und nach unterversorgt. 

Ein beginnender Schock ist an folgenden Symptomen zu erkennen: 

  • Kalter Schweiß
  • Blasse und kühle Haut
  • Zittern
  • Unruhe
  • Schnelle, flache Atmung
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Bewusstseinsstörung und –losigkeit

 

Was kann ich tun?

Am wichtigsten: Stoppen Sie die Blutung und alarmieren Sie den Rettungsdienst!

  1. Helfen Sie der betroffenen Person, sich hinzulegen oder zu –setzen und die Beine hochzulagern
  2. Üben Sie Druck auf die Wunde aus!
  3. Legen Sie mit einer sterilen Wundauflage und einer elastischen Binde aus dem Verbandskasten einen Druckverband an. Tragen Sie dabei zu Ihrem eigenen Schutz Handschuhe!
  4. Lagern Sie das verletzte Körperteil hoch!
  5. Überprüfen Sie das Bewusstsein und die Atmung des Betroffenen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Woran erkenne ich Verbrennungen und Verbrühungen, die ärztlich versorgt werden müssen?

Verbrennungen unterscheiden sich in ihrer Intensität und ihrem Ausmaß. Während kleinere Verbrennungen in der Regel ohne größere Komplikationen von alleine verheilen, bedürfen großflächige und tiefe Verbrennungen ärztlicher Hilfe. 

  • gerötete, sich ablösende Haut
  • Blasen
  • Schwellungen
  • Weiße Haut ODER schwarze, verkohlte Haut

Ein Indiz für eine schwere Verbrennung ist außerdem das Schmerzempfinden der betroffenen Person: Da durch die Verletzung der Haut Nervenenden beschädigt oder zerstört sein können, empfindet der Betroffene häufig wenig bis gar keine akuten Schmerzen.

 

Was kann ich tun?

Bei kleineren Verbrennungen und Verbrühungen:

  • Entfernen Sie heiße Gegenstände und die Kleidung auf der betroffenen Hautstelle, sofern diese nicht an der Haut festkleben.
  • Kühlen Sie die verbrannte oder verbrühte Stelle umgehend unter handwarmem Wasser.

Bei großflächigen Verbrennungen und Verbrühungen:

  • Brand sofort mit Wasser löschen oder mit einer Decke ersticken.
  • Bei Verbrühungen: Kleidung sofort entfernen.
  • Bei Verbrennungen: Kleidung auf der betroffenen Stelle auf KEINEN Fall entfernen, da sonst die Haut noch weiter verletzt werden kann.
  • Decken Sie die Wunde mit einer sterilen Wundauflage und befestigen Sie diese mit einem lockeren Verband.
  • Wickeln Sie die verletzte Person in eine Rettungsdecke und warten Sie gemeinsam, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Der Begriff „Verletzung“ deckt ein breites Spektrum ab: Verstauchungen, Prellungen, Knochenbrüche, Verrenkungen. Sie entstehen durch stumpfe Gewalteinwirkung, Stürze oder das Umknicken von Gelenken. Welche Verletzung vorliegt, ist ohne nähere Untersuchungen häufig nicht festzumachen, sodass eine ärztliche Überprüfung unbedingt notwendig ist. 

Woran erkenne ich Verletzungen?

Symptome für Verletzungen, die ärztlich abgeklärt werden müssen äußern sich durch bestimmte Symptome. ACHTUNG: Diese Liste hat keinen Vollständigkeitscharakter. Je nach Verletzung treten einige Symptome davon auf, jedoch nicht zwingend alle. 

  • Starke Schmerzen 
  • Schwellungen
  • Bluterguss
  • Einschränkungen der Beweglichkeit
  • Fehlstellung des betroffenen Körperteils
  • Intuitive Schonhaltung des Betroffenen
  • Unter Umständen: Knochengeräusche bei Bewegungen
  • Unter Umständen: Verletzungen der Haut durch Knochenfragmente

 

Was kann ich tun?

  • Bleiben Sie ruhig!
  • Versuchen Sie, die verletzte Person zu beruhigen.
  • Stellen Sie die verletzte Körperregion ruhig.
  • Lagern Sie das verletzte Körperteil hoch.
  • Kühlen Sie das betroffene Körperteil. Vorsicht: Eis sollte nicht direkt auf die ungeschützte Haut gelegt werden.
  • Rufen Sie den Rettungsdienst und warten Sie mit der betroffenen Person, bis die Hilfe eintrifft.

Woran erkenne ich Unterkühlungen?

Wenn der Körper über längere Zeit weniger Wärme produziert, als er verliert, kommt es zu einer Unterkühlung. Eine Unterkühlung geht dabei über bloßes Frieren hinaus, denn bei starkem Auskühlen des Körpers werden die Organe nicht mehr richtig versorgt und es besteht Lebensgefahr. Treten folgende Symptome auf, braucht der Betroffene unbedingt Hilfe:

 

Frühe SymptomeFortgeschrittene Symptome
Kalte Füße und kalte HändeKoordinationsprobleme, Schwerfälligkeit, verlangsamte Reaktion
Beschleunigte Atmung und hoher PulsBenommenheit
Blasse HautLangsamer Puls
ZitternLangsame Atmung
Schwache und undeutliche StimmeBewusstseinsverlust
Erschöpfung, Verwirrt- und BenommenheitStarre und geweitete Pupillen ohne Reaktion auf Licht
Atem- und Kreislaufstillstand

 

Was kann ich tun?

  • Alarmieren Sie bei fortgeschrittenen Symptomen umgehend den Rettungsdienst!
  • Kontrollieren Sie das Bewusstsein der unterkühlten Person.
  • Prüfen Sie bei Bewusstlosigkeit die Atmung des Unterkühlten.
  • Bringen Sie die unterkühlte Person in eine warme Umgebung. Ist das nicht möglich, schützen sie sie vor der Kälte, z.B. mit einer Rettungsdecke. VORSICHT: Der Betroffene darf nur langsam und vorsichtig bewegt werden!
  • Schneiden Sie nasse Kleidung auf und entfernen Sie diese. Wärmen Sie die Person stattdessen mit trockenen Decken o.Ä.
  • Beginnen Sie mit der Erwärmung in der Mitte des Körpers. VORSICHT: Wärmflaschen sollten in Tücher gewickelt werden, um Verbrennungen zu vermeiden. Die unterkühlte Person darf nicht zu schnell (z.B. durch ein heißes Bad) erwärmt werden. 
  • Geben Sie der Person warme, nicht-alkoholische Getränke zum Trinken. 
  • Kontrollieren Sie den Zustand der Person, bis der Rettungsdienst eintrifft. 

Woran erkenne ich einen Herzinfarkt? 

Er ist einer der gängigsten Notfälle überhaupt: Der Herzinfarkt. Dabei verschließt sich plötzlich ein Blutgefäß im Herzen, sodass das Organ nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann. Der Infarkt ist lebensbedrohlich, sodass die Erste Hilfe entscheidend für den weiteren Verlauf ist.

  • Beengtes Gefühl im Brustkorb
  • Brennender Schmerz im Brustkorb
  • Schmerzen, die in den linken Arm, den Oberbauch, den Rücken, zwischen die Schultern und in Hals und Kiefer ausstrahlt
  • Angst, Übelkeit, kalter Schweiß, Atemnot

Was kann ich tun?

  • Rufen Sie umgehend den Rettungsdienst!
  • Beruhigen Sie den Betroffenen.
  • Lagern Sie die betroffene Person hoch.
  • Animieren Sie den Betroffenen dazu, langsam und tief ein- und auszuatmen.
  • Sorgen Sie für frische Luft.
  • Bleiben Sie bei der betroffenen Person, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.
  • Bei Bewusstlosigkeit: Prüfen Sie die Atmung und beginnen Sie gegebenenfalls mit Wiederbelebungsmaßnahmen, falls vorhanden auch mit Defibrillator.

Eine Durchblutungsstörung des Gehirns verursacht durch ein geplatztes oder verstopftes Gefäß äußert sich in einem Schlaganfall: Die Gefahr: Bei Durchblutungsstörungen wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und kann so innerhalb weniger Minuten schon Folgeschäden erleiden. Unmittelbare erste Hilfe kann Folgeschäden minimieren und Leben retten.

Woran erkenne ich einen Schlaganfall?

  • Plötzlich einsetzende, einseitige Lähmungen. Bitten Sie den Betroffenen als einfachen Test, zu lächeln – verzieht er dabei unwillkürlich das Gesicht auf ungewohnte Art und Weise deutet das auf einen Schlaganfall hin.
  • Taubheitsgefühl oder Gefühllosigkeit 
  • Sprachstörungen: Der Betroffene lallt, verdreht Silben oder/ und versteht Sätze auf einmal nicht mehr. Bitten Sie den Betroffenen als einfachen Test, Ihnen einen Satz nachzusprechen. 
  • Sehstörungen, z.B. plötzlich auftretende Doppelbilder, verschwommenes Sehen, Gesichtsfeldausfälle
  • Plötzliche starke Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Koordinationsprobleme und Gleichgewichtsstörungen

Was kann ich tun?

  • Verständigen Sie umgehend den Rettungsdienst!
  • Bringen Sie den Betroffenen dazu, sich mit leicht erhöhtem Kopf hinzulegen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Atmung und Bewusstsein. 
  • Öffnen Sie für die Atmung störende Kleidung
  • Sorgen Sie für frische Luft.
  • Bleiben Sie bei der betroffenen Person, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist. 
  • Bei Bewusstlosigkeit: Prüfen Sie die Atmung und beginnen Sie gegebenenfalls mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Durch Stürze, Gewalteinwirkungen oder Unfälle entstehen Kopfverletzungen. Das Ausmaß ist häufig von außen nicht abzuschätzen. Mitunter kann das Gehirn betroffen sein, weswegen Kopfverletzungen ärztlich abgeklärt werden sollten. 

Woran erkenne ich Kopfverletzungen, die ärztlich versorgt werden müssen?

  • Starke Kopfschmerzen
  • Blutergüsse oder Beulen
  • Blutungen
  • Schwellungen und Fehlstellungen
  • Asymmetrische Veränderung des Gesichts
  • Schwindel
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Orientierungslosigkeit und Gedächtnisprobleme
  • Austretende Gehirnflüssigkeit aus Ohren, Nase und/ oder Mund
  • Benommenheit, Sprachprobleme, Koordinationsprobleme, Wesensverändeurngen
  • Krampfanfälle
  • Bewusstlosigkeit

Was kann ich tun?

  • Verständigen Sie umgehend den Rettungsdienst!
  • Lagern Sie die Person mit erhöhtem Oberkörper.
  • Bewegen Sie den Kopf der betroffenen Person so wenig wie möglich.
  • Decken Sie die Wunden am Kopf mit sterilen Wundauflagen ab.
  • Decken Sie die betroffene Person zu.
  • Überwachen und betreuen Sie die Person bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.
  • Bei Bewusstlosigkeit: Prüfen Sie die Atmung und beginnen Sie gegebenenfalls mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Veranstaltungen

Notfälle im Säuglingsalter

Dr. Oliver Augenstein, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl, stellt verschiedene Notfallmaßnahmen vor, die Eltern beispielsweise bei Atem- und Kreislaufproblemen ihres Säuglings ergreifen können. Zudem gibt er hilfreiche Hinweise zum Verhalten bei Bewusstseinsstörungen, Fieber, Atemstörungen oder Verletzungen von Säuglingen. 

Termine 2019
18.07.2019, 21.11.2019

Schüler retten Leben

Reanimationstraining für Schülerinnen und Schüler angelehnt an die Initiative „Schüler retten Leben – 100 pro Reanimation“. Die Initiative steht im Zusammenhang mit der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“, die federführend vom Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. organisiert wird. In dieser Woche, für die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Schirmherrschaft übernommen hat, sollen Bürgerinnen und Bürger motiviert und ihnen die wichtigsten Schritte zur Lebensrettung vermittelt werden.

Weitere Informationen

Ein Leben retten – 100pro Reanimation

Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen. Aber auch jeder kann helfen. Es ist ganz einfach. Man muss nur „Prüfen. Rufen. Drücken.“ Das ist die Botschaft der Kampagne „Ein Leben Retten. 100 Pro Reanimation“. Ziel der Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e. V. (BDA) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) ist es, das Bewusstsein für die lebensrettenden Fähigkeiten jedes Einzelnen zu schärfen und über die lebensentscheidenden Sofortmaßnahmen zu informieren. Der plötzliche Herztod ist mit schätzungsweise 80.000 bis 100.000 Fällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jeden kann es treffen. Die Betroffenen sind auf schnelle Hilfe angewiesen.